Blauer Honig macht aggressiv

Die PIRATEN fordern vom Ordnungsamt ein entschiedenes Vorgehen gegen den Recyclinghof NRG in Hamm, denn dieser erfüllt nicht seine Versprechungen, die von ihm hervorgerufene Umweltverschmutzung zu beenden.

Rats-Pirat Martin Kesztyüs: „Seit anderthalb Wochen sollte nun bereits der Müll beseitigt sein, der dazu führt, dass die Flora und Fauna in einem Umkreis von Kilometern vom Recyclinghof belastet wird. Das Ordnungsamt tut indes nichts. Es ist erstaunlich, wie egal der Stadt der Umweltschutz zu sein scheint. 30% von dem, was die Menschen essen, verdanken sie den Bienen. [1] Das Problem ist nicht alleine der blaue Honig. Die Bienen werden sehr aggressiv durch die unnatürlichen Substanzen, und die Imker müssen ihren Bienen Ersatznahrung anbieten, denn sonst verhungern die Bienen im Winter auf Grund der eingeschleppten unverdaubaren Nahrung. Auch das Bieneninstitut hat seinen Imkern empfohlen, den Bienen Ersatznahrung anzubieten. Da muss ganz schnell Abhilfe geschaffen werden!“

Chronologie der Ereignisse:
19.7.2014: Herr Bock stellte fest, dass seine Bienen äußerst aggressiv waren. Seine Frau und er wurden heftig gestochen. Da ihm dies äußerst merkwürdig vorkam, rief er den befreundeten Imker, Herrn Reiner Klause, an, der dasselbe berichtete. Dieser wies Herrn Bock auf den blau eingeschleppten Honig hin und informierte darüber, dass ihm so etwas vor zwei bis drei Jahren schon einmal passiert sei, damals wie heute war es das NRG-Werk gewesen, von dem eine Umweltbelastung ausgegangen war.

20.7.2014: Daraufhin suchte Herr Bock mit Zeugen den NRG-Recyclinghof auf und fragte einen Herrn Weber, ob Abfall offen stehe. Dies verneinte Herr Weber, soll aber gleichzeitig eine Entschädigung zugesichert haben. Herr Weber sicherte außerdem zu, dass ein Mitarbeiter des NRG-Recyclinghofes die Abfälle überprüfen würde. Abends ging Herr Bock mit Zeugen zum Recyclinghof und machte Fotos von defekten Fässern. Im Haus eines Imkerkollegen stellten die Imker fest, dass einer von ihnen bereits 110 kg blauen Honig im Keller stehen hatte.

21.7.2014: Herr Weber sicherte Herrn Bock zu, dass kein Abfall offen stehen würde. Herr Reiner Klause versuchte jemanden im Veterinäramt in Unna zu erreichen, bis er es am folgenden Freitag tatsächlich schaffte. Dort wurde er vertröstet mit der Bemerkung, dass ja bereits Wochenende sei und die Sache auch bis nächste Woche Zeit hätte. Im Weiteren kontaktierte Herr Bock nun den Westdeutschen Rundfunk und den Westfälischen Anzeiger, die sich der Sache schnell annahmen und erreichten, dass die Behörde sich an den NRG-Recyclinghof wandte. Herr Dr. Mühlen vom Bieneninstitut in Münster teilte den Imkern mit, dass er mit dem Recyclinghof gesprochen und dass dieser die Abfälle beseitigt habe. Auch soll ein Fax bei der Landwirtschaftskammer eingegangen sein, dass der NRG-Recyclinghof die angefallenen Kosten übernehme.

10.8.2014 Kein Zahlungseingang bei Herrn Bock. Außerdem lagen immer noch defekte Fässer am Grundstücksrand des NRG-Werks und eine weiße, zuckrige Maße trat aus. Es war zu sehen, wie Bienen an diese Substanz gingen.

Da Bienen in erheblichem Maße zum Erhalt von Wild- und Kulturpflanzen und deren Erträgen beitragen, ist ihre ökologische Bedeutung beträchtlich; Bienen zählen weltweit zu den wichtigsten Bestäubern. Ihre damit zusammenhängende ökonomische Bedeutung wird auch dadurch deutlich, dass z. B. in Deutschland derzeit von über 80.000 Imkern zirka eine Million Bienenvölker gehalten werden. Diese decken mit etwa 25.000 Tonnen Honig pro Jahr etwa 20 % des heimischen Bedarfs. [2]

Imker Mario Bock: „Ich erwarte eine Ordnungsverfügung, welche das Unternehmen verpflichtet, innerhalb von 24 Std. die Mängel zu beheben. Weiterhin erwarte ich eine sofortige Entschädigungsleistung, um die Kosten für meine Völkersanierung zu erhalten. Sollte der Zustand in den kommenden Tagen nicht behoben sein, muß ich erneut meine Völker sanieren, welches einige hundert Euro Euro kosten würde. Ganz abgesehen davon, dass die aggressiven Bienen meine Frau furchtbar zerstochen haben. Ich bin echt SAUER und meine Imkerfreunde haben mittlerweile den Mut verloren. Ich NICHT! Bevor diese Sache nicht geklärt ist, gebe ich nicht auf!“

[1] https://t.co/5pmswwVXg8
[2] http://de.wikipedia.org/wiki/Bienen#.C3.96kologie.2C_.C3.96konomie

Weitere Informationen mit Bildern zu diesem Fall:
    – https://www.facebook.com/groups/422565031146795/permalink/680512618685367/

Interview mit Herrn Mario Bock:
    – https://blog.piratenpartei-nrw.de/hamm/2014/08/04/offener-muell-beim-recyclinghof-hamm/

Nachricht zum NRG Recyclinghof in Hamm:
    – http://m.focus.de/wissen/natur/recycling-pralinen-fuer-die-saeue_aid_156116.html

Blauer Honig im Elsass:
    – http://www.bild.de/ratgeber/gesundheit/bienen/medizin-ticker-bienen-machen-blauen-honig-m-und-ms-schuld-26564018.bild.html
    – http://www.augsburger-allgemeine.de/wissenschaft/Bienen-essen-M-M-Abfall-Heraus-kommt-blauer-Honig-id22200126.html
    – http://www.sueddeutsche.de/wissen/ungewoehnliche-nahrungsmittel-das-geheimnis-des-blauen-honigs-1.1488200

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