Wie wär’s mit etwas Nächstenliebe, Frau Jörrissen?

Im Interview mit dem WA kritisierte CDU MdB Sylvia Jörrißen sowohl die Gesundheitskarte für Geflüchtete, als auch die Ausgabe von Bargeld an selbige. Stattdessen spricht sie sich dafür aus Wertgutscheine an Geflüchtete zu verteilen.
Argumente pro Gesundheitskarte und contra Wertgutscheine gibt es dagegen reichlich: 
Dass die Einführung der Gesundheitskarte für Asylbewerber eine Erleichterung für alle Beteiligten darstellt und unnötige Bürokratie vermeidet, sollte allgemein bekannt sein. Ebenso ist es nichts Neues, dass eine Umstellung auf Wertgutscheine die Geflüchteten stigmatisiert und zudem stark einschränkt. 
Ihre Forderungen begründet Frau Jörrißen damit, dass der Anreiz nach Deutschland zu fliehen möglichst gering gehalten werden müsse.
Ratspirat Martin Kesztyüs: „Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen, was Frau Jörrißen da eigentlich aussagt. Sie fordert tatsächlich, dass man die Geflüchteten schlechter behandelt und unnötig schikaniert, um andere, zukünftige Flüchtlinge davon abzuhalten Deutschland als Ziel ihrer Flucht anzusteuern. Ein derartiger Gedanke ist nicht nur unfassbar unmenschlich, sondern birgt auch gleichzeitig die Gefahr all denen als Rechtfertigung zu dienen, die als „besorgte Bürger“ jetzt schon den Geflüchteten das Leben in Deutschland schwer machen. Wir PIRATEN in Hamm sind besorgt, welche weiteren Maßnahmen Frau Jörrißen vorschweben, um den Anreiz weiter zu minimieren. Offensichtlich eifert sie ihrem Kollegen Innenminister Thomas de Maizière nach, der sich bereits im Rahmen seiner Abschreckungsstrategie am Tod von tausenden ertrunkener Flüchtlinge mitschuldig gemacht hat.“